"Gutes Eis, perfekte Organisation", Shorttrack-Bundestrainer Miroslav Boyadzhiev stellt den Veranstaltern des 4. Weltcups in Shanghai ein gutes Zeugnis aus. Auch seine Schützlinge nutzten die Arena zu weiteren Fortschritten: zwei Top-Ten-Plätze durch Anna Seidel und Bianca Walter - aber auch die Jungs reck-ten die Nase mutig in den Eiswind. Torsten Kröger erreichte das Viertelfinale (1000 m), Felix Spiegl ("mit einem aggressiven Stil", Boya) und Christoph Schu-bert ("Der es eher passiv anging") gewannen einen Hoffnungslauf über 1500 m. Verfehlten das Viertelfinale jedoch knapp. Bianca Walter sicherte sich die beste Weltcup-Platzierung des Winters: 10. auf der Mittelstrecke.


Anna Seidel wurde den gestiegenen Erwartungen auch in China gerecht. Die 17-Jährige zog als Gewinnerin ihres Halbfinales in einen weiteren 1500-m-Endlauf ein und beschrieb 'ihr' Rennen: "Im Finale hatte ich ein bisschen Pech, da die Kanadierin durch Stolpern direkt vor meine Füße gefallen ist und es dann schwer war das Loch wieder zu schließen. Gerade die stressigen letzten Wochen haben sich da eben auch mal bemerkbar gemacht. Ich bin aber trotzdem sehr zufrie-den, denn 5. ist trotzdem ein super Ergebnis! :)"

Stimmungsvoller Weltcup-Abschluss in Dresden

Der ISU Short Track World Cup 2015 in Dresden ist Geschichte. Am Sonntag erlebten 2845 Zuschauer in der EnergieVerbund Arena noch einmal packende Wettkämpfe.

Lokalmatadorin Anna Seidel präsentierte sich über die 500 Meter-Distanz in guter Verfassung, schaffte gegen starke Konkurrenz aber nicht den Sprung ins Halbfinale. Am Ende belegte die 16-Jährige – wie auch Torsten Kröger über die gleiche Distanz - Rang zwölf. Im Finale setzte sich Arianna Fontana (Italien) vor Elise Christie (Großbritannien) und Fan Kexin (China) durch. Bei den Herren konnten Dmitry Migunov (Russland), Francois Hamelin (Kanada) und Kwak Yoon-Gy (Südkorea) jubeln. Über 1500 Meter gelang Christoph Schubert der Einzug ins B-Finale. Da der Dresdner im entscheidenden Lauf aber mit einer Strafe belegt wurde, reichte es am Ende nur zu Rang 14 im Gesamtklassement. Bianca Walter wurde 17.

Bei der Damen-Staffelentscheidung setzte sich Kanada vor Italien und Frankreich durch. Die Niederlande entschieden das Herren-Finale um eine Kufenspitze vor Ungarn und China für sich. Die deutschen Staffeln waren am Finaltag nicht vertreten.

„Die Atmosphäre bei unserem Heim-Weltcup war beeindruckend. Den Zuschauern gilt ein großer Dank für die Unterstützung. Es war gerade für unsere jungen Sportler eine besondere Erfahrung. Sportlich gesehen müssen wir ein durchwachsenes Fazit des Wochenendes ziehen. Es gab viele Penaltys, mit denen ich nicht immer einverstanden war. Positiv wiegt in jedem Fall der Auftritt unserer Damenstaffel, die sich für das Halbfinale qualifizieren konnte“, sagt Bundestrainer Miroslav Boyadzhiev.

„Wir können auf ein ereignisreiches Wochenende zurückblicken. Die Rückmeldungen der einzelnen Teams und der Zuschauer sind durchweg positiv ausgefallen. Dresden hat unter Beweis gestellt, eine Short Track-Hochburg zu sein“, sagt Uwe Rietzke, DESG-Vizepräsident.